Ziele setzen Teil1: Alles Legende

Peter S. Fenkart

By Peter S. Fenkart

Dezember 28, 2022

Um erfolgreich zu sein, brauchst du Ziele und musst gewisse Strategien verinnerlichen, die dich zum gewünschten Platz bringen. Wer hat Sätze wie diesen nicht gehört? Dabei helfen diese abgedroschenen Weisheiten garantiert nicht dabei, zum Erfolg zu kommen. Im Gegenteil ist jede Menge Frust auf dem Weg vorprogrammiert. Hier erfährst du, wie dein Weg besser verläuft.

Coaching nach Schema F

Die bewährten Rezepte von Motivationscoaches und Erfolgstrainern verlaufen alle nach dem Schema F. Du definierst dein Ziel und das möglichst genau. Auch der Zeitpunkt, zu dem das Gewünschte eintreffen soll, wird konkretisiert. Manche verlangen auch von dir, dass du dein Ziel immer wieder visualisierst. Je nach Ausrichtung des Coaches wartest du danach einfach ab oder du ziehst los und gibst volle Power, um dein Ziel zu erreichen. Hast du das schon erlebt? Hat das auf diese Weise funktioniert?

Die typischen Techniken gegen Erfolgslosigkeit sind nicht stimmig

Irgendwo auf diesem Weg hakt es. Sich Ziele zu setzen ist niemals falsch, aber wie die aktuell den Markt dominierenden Techniken gegen die Erfolglosigkeit aufgestellt sind, ist für mich nicht stimmig. Daher habe ich heute ein paar Vorschläge für dich, was du konkret anders machen kannst, damit du bessere und nachhaltigere Ergebnisse erzielst – ganz intuitiv. Schauen wir uns den ersten großen Fehler an. Der Coach geht zunächst einmal davon aus, dass du dein Ziel schon ganz genau kennst. Auch du glaubst, grundsätzlich zu wissen, was du willst.

Muss eine Zielvorgabe immer realistisch sein?

Genau diesen kritischen Punkt sollten wir jetzt in den Fokus setzen. Manche Trainer schreiben dir vor, dass dein Ziel realistisch sein muss. Trifft das Gewünschte nicht ein, hattest du eben irrationale Vorstellungen. Wieder andere empfehlen dir, unvorstellbar groß zu denken. Bestes Beispiel ist dann der Coach selbst, der einen steilen Aufstieg aus dem Nichts aufs Parkett gelegt hat. Da er es geschafft hat, kann es doch jeder schaffen, nicht wahr? Das überzeugt mich nicht, denn vielleicht gelang es nur aufgrund glücklicher Umstände. Aber lässt sich dann aus dem eigenen schicksalshaften Zufall ein allgemeingültiges Erfolgsrezept stricken?

Den Blick auf die wahren Wünsche und Ziele lenken

Schauen wir uns doch einmal die wahren Wünsche an. Was ist dein größter Wunsch? Der Partner fürs Leben, die steile Karriere oder das große Haus und der schnittige Sportwagen? Setze dir keine Grenzen, es ist ok, wenn du einen Privatjet haben willst. Nehmen wir an, du hast dir einen Ferrari gewünscht. Warum eigentlich? Du möchtest Eindruck machen. Vielleicht ist es um deinen Selbstwert gerade nicht so gut bestellt und der Flitzer hebt das Ego etwas an. Jetzt frage ich dich: Wenn du doch eigentlich selbstbewusster sein willst, warum machst du den Umweg über einen Sportwagen? Selbstbewusstsein lässt sich nicht kaufen, der Ferrari schon. Aber warum willst du mehr Selbstbewusstsein? Um eine Partnerin kennenzulernen? Jetzt machst du schon den Umweg über zwei Dinge. Denn eigentlich wünschst du dir, nicht mehr einsam zu sein.

So funktioniert die echte Zielfindung

Die meisten Ziele sind nur irgendwelche Pappkameraden, mit denen du deinen eigenen Mindfuck veranstaltest, weil du nur Umwege rennst oder andere Menschen für die Realisierung mitverantwortlich sind. Es gibt Zielvorgaben, die nicht zulässig sind und das hat nichts mit der Dimension des Ziels zu tun. Daher musst du vor der Zielfindung die folgenden, entscheidenden Schritte gehen:

  • 1. Ein Ziel muss in deinem Einflussbereich liegen, sonst bleibt es ein frommer Wunsch.
  • 2. Ein Ziel muss deine Leidenschaft anfachen.
  • 3. Hast du dir ein Ziel gesetzt, spüre nach, ob sich dahinter nicht noch zwei, drei oder vier andere und somit das letzte wahre Ziel verbergen.
  • 4. Widme dich mit Leidenschaft deinem wahren Ziel.

Gehst du den Weg auf diese Weise, müsstest du Selbstbestätigung und Erfolg gewinnen sowie Frustration vermeiden.
Du willst wissen, ob wir uns überhaupt Ziele setzen müssen? Dann warte auf die nächste Folge, wenn wir tiefer ins Thema einsteigen!

© Peter Simon Fenkart 2022/23

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