Freiheit und Wille: Warten Sie noch oder entscheiden Sie schon?

Peter S. Fenkart

By Peter S. Fenkart

Dezember 28, 2022

Zwei komplexe Begriffe, zwei Seiten ein und derselben Medaille: Üben wir unseren Willen nicht bewusst aus und entscheiden nichts selbst, sind wir auch nicht wirklich frei.

Freiheit – ein großes Wort, das für jeden Menschen (vermeintlich) etwas Anderes bedeutet. Einige – und das sind wahrscheinlich viele Menschen – verstehen unter Freiheit das Fehlen von Zwängen jeglicher Art. Das beginnt bei den täglichen Aufgaben im Beruf und endet bei den ganz normalen Hausarbeiten. Sie wollen weder eine Entscheidung treffen, noch wollen sie irgendetwas tun. Der Idealzustand besteht im angenehmen Nichtstun. Doch, ist das wirklich Freiheit?

Freiheit: Nichtstun oder Zeit vertreiben – ist das alles?

Besteht Ihr Leben auch aus Warten – auf den Feierabend, das Wochenende, den Urlaub und letztendlich die Rente? Was ist daran so erstrebenswert? Dann haben und sind Sie frei – so ganz ohne Aufgaben, ohne Pflichten und damit Zwänge? Sie können sich endlich erholen. Und haben Langeweile. Also vertreiben Sie sich die Zeit irgendwie, Sie schauen einen Film, trinken etwas – und nichts passiert. Und Sie warten. So ganz langsam geht Ihnen die Situation auf die Nerven, Sie regen sich über Kleinigkeiten auf: Der Nachbar ist anstrengend, die steigenden Preise sind eine Frechheit, die Nachrichten kaum zu ertragen. Wenigstens haben Sie etwas Abwechslung – ist es das, was Freiheit bedeutet?

Freiheit als höchstes Gut – auch für Sie?

Es geht nämlich auch anders: Während die einen im Nichtstun oder im Zeitvertreib ihre ganz persönliche Freiheit sehen, gibt es Menschen, die sich Ziele setzen. Sie nutzen vielleicht unterschiedliche Methoden, wie beispielsweise die Löffelliste oder eine Aufstellung der Ziele, die sie noch erreichen möchten. Das kann etwas Großes sein, das sich gar nicht so leicht verwirklichen lässt. Manche Menschen wollen etwas Substanzielles hinterlassen, etwas Bleibendes oder gar eine Delle im Universum. Allein ist gemeinsam: Sie wollen etwas – und zwar aktiv und entschieden.

Indem Sie etwas wollen, üben Sie Ihren Willen aus – und Ihre Freiheit. Die Erkenntnis lautet also: Die Freiheit liegt im Willen, der dem Wollen folgt. Dabei geht es nicht um Wünsche, die wir alle hegen, wie zum Beispiel andere Lebensumstände. Es geht vielmehr um ein echtes Wollen, das zwangsläufig auch zum Tun, zum aktiven und zielgerichteten Handeln führt. Alles andere ist Zaudern. Reden wir nur darüber wie schön es wäre, dann zählt dies in die Kategorie Zeitvertreib. Reden wir darüber, wie schön es durch unser Tun wird: Das ist gelebte Freiheit!

Freiheit leben – wie geht das?

Um es vorwegzunehmen: Sie müssen keine Listen anfertigen und Ziele definieren. Es reicht vollkommen aus, wenn Sie in sich hineinhören und erforschen, was in Ihnen steckt. Was will sich in Ihnen entfalten und entwickeln? Wie könnte eine bessere Version von uns selbst aussehen, wie wird sich das anfühlen? Dann spüren Sie diese gelebte Sehnsucht nach Erfüllung, nach Ihrem neuen Dasein. Sie erleben, wer Sie selbst sind und wohin Sie Ihr Weg führt. Ich sehe darin das größte Abenteuer, das wir überhaupt erleben können: gelebte Freiheit als Befreiung des Seins.

Natürlich können Sie Ihren ganz eigenen Weg finden, doch eines steht fest: Wir sind nur dann frei, wenn wir unseren Willen ausüben, wenn wir uns bewusst für etwas entscheiden – eine Aktion, ein Ziel, eine Sache oder eine Person. Doch, wie sieht die Realität aus? Die meisten Menschen laufen auf Automatik, sie sind einfach nur, fahren wie ein Zug auf Schienen und immer geradeaus. Das kann auch angenehm sein und erholsam, nicht umsonst sehen manche spirituellen Richtungen in diesem Zustand, der weder Ego noch Wollen kennt, das höchste Ziel. Hand aufs Herz: Wozu haben wir dann einen freien Willen?

Freier Wille – ebenso Geschenk wie Verantwortung und Last

Es ist wie mit allen großen Gütern, sie sind nicht nur Segen, sondern auch Last: Würde die Menschheit auf ihren freien Willen verzichten, könnte dies ein großer Segen für die Erde sein. Wie unheilvoll die Folgen der Willensausübung vieler Menschen ist, zeigt sich in unserer Natur und Umwelt. Doch auch das Gute, das die Menschheit vollbringt, würde fehlen. Und das Besondere, das uns Menschen ausmacht. Wir haben unseren Willen nicht nur als nettes Zubehör erhalten. Treffen wir Entscheidungen und üben unseren Willen aus, lernen und wachsen wir. Wir entwickeln uns weiter, indem wir erkennen, was wir tun, was gut ist und was schlecht – und entscheiden, wie es weitergehen soll.

Was würde es bedeuten, auf unseren Willen zu verzichten? Wir würden uns als ein fataler Irrtum der Natur herausstellen, weil wir den gefährlichen freien Willen nicht ausüben – wir würden nur noch vegetieren. Kann das das Ziel unseres menschlichen Daseins sein? Mit Sicherheit nicht! Nein, wir sollten uns ganz bewusst für dieses Geschenk entscheiden, um Tag für Tag Neues zu lernen, uns auch zu irren und Fehler zu machen. Nur so können wir uns weiterentwickeln – als Mensch und als Seele.

Werden auch Sie Entscheidungsmeister – jetzt!

Die Entscheidung liegt bei Ihnen: Durchbrechen Sie den Trott der Gewohnheit – immer ein Stückchen weiter. So können Sie neue Erfahrungen machen, Erkenntnisse gewinnen, gleich in mehrfacher Hinsicht wachsen und gedeihen. Und das Beste: Sie müssen diese Schritte nicht alleine gehen. In Gemeinschaft fällt vieles leichter: Entscheidungen treffen, Entschiedenheit gewinnen, den freien Willen ausüben – ganz im besten Sinne des Menschseins werden Sie Entscheidungsmeister. Das klingt spannend für Sie? Dann nehmen Sie einfach zu uns Kontakt auf, wir freuen uns auf Sie!

© Peter Simon Fenkart 2022/23

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